Allgemeine Fakten übers Parken

Parken kostet

16 Euro pro Jahr zahlt jede / jeder Autofahrerin bzw. -halterin und jeder Autofahrer und Autohalter in Deutschland durchschnittlich für Knöllchen. Um Strafzettel zu vermeiden, reservieren sie den Stellplatz daher gerne mal länger als nötig. Bis Fahrerinnen und Fahrer einen regulären Parkplatz gefunden haben, sind ebenfalls schon Kosten aufgelaufen: Der Parkplatzsuchverkehr verursacht laut Inrix eine jährliche Mehrbelastung pro Kopf von fast 900 Euro (für Zeit, Benzin und Abgase). Hochgerechnet auf alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge wären das mehr als 40 Milliarden Euro pro Jahr.


Risiko für Kinder

Parkende Autos am Straßenrand verdecken die Sicht auf querende Fußgängerinnen und Fußgänger. Das ist vor allem für Kinder eine Gefahr, die von den Autos komplett verdeckt und daher von herannahenden Autofahrerinnen und -fahrern nicht gesehen werden.


Parken besitzt eine Sonderstellung

 

Grafik: freischwimmer Werbeagentur GmbH

Straßenraum wird von der öffentlichen Hand zu unterschiedlichen Preisen angeboten, die nicht den Wert für das Gemeinwohl berücksichtigen. Ein Bewohnerparkausweis kostet beispielsweise in den meisten deutschen Städten 30 Euro pro Jahr (8 Cent pro Tag). In Limburg sind die Kosten für das Bewohnerparken sogar noch günstiger. Hier wird unterschieden zwischen Bewohnerparken Allgemein und dem Bewohnerparken in der Altstadt.

Die Kosten für die Beantragung eines Bewohnerparkausweises in der allgemeinen Zone belaufen sich auf 33,00 € (Erstantrag) bzw. 17,00 € (Folgeantrag), die Kosten für einen Bewohnerparkausweis in der Altstadt auf 17,00 € (Erstantrag) bzw. 13,00 € (Folgeantrag). Werden die Werte auf den Tag umgerechnet, so ergibt sich ein Betrag von etwa 4 Cent bzw. 2 Cent pro Tag. Die Ausweise sind jeweils für zwei Jahre gültig.

Andere Nutzungen sind deutlich teurer. So kostet ein Stand von der Größe eines Parkplatzes auf dem Wochenmarkt 8 Euro pro Tag und eine vergleichbare Freischankfläche vor einer Gaststätte 2,90 Euro pro Tag in Limburg.


Parken macht Verkehr

Der Parksuchverkehr macht laut ADAC 30 % bis 40 % des innerstädtischen Gesamtverkehrs aus.


Parken dauert

Die Suche nach einem Parkplatz kostet Autofahrende  jedes Mal 6 bis 10 Minuten (Quellen: Inrix, ADAC). Laut einer Studie des Marktforschers Inrix summiert sich dieser Parksuchverkehr auf 41 Stunden vergeudete Lebenszeit pro Autofahrerin bzw. Autofahrer und Jahr.


Parkunfälle

40 % aller Autounfälle entstehen beim Parken oder Rangieren. Dadurch entsteht jedes Mal im Schnitt ein Vollkaskoschaden von 2.100 Euro.

Gesellschaftliche Wertung

Parkplätze bekommen mehr Raum als Kinder. Grünflächen und Spielplätze sind wichtig zur Erholung, doch in Berlin gibt es 10 Mal so viel Fläche für Parkmöglichkeiten wie für Spielplätze.


Auto- und Fahrradstellplatzbedarf

 

Grafik: freischwimmer Werbeagentur GmbH

Wo ein Auto steht, finden bis zu zehn Fahrräder Platz.


Parkraumbewirtschaftung (Bereitstellung kostenflichtiger Parkplätze) spart Zeit

 

Grafik: freischwimmer Werbeagentur GmbH

In der Innenstadt von Wien wurde die durchschnittliche Zeit der Parkplatzsuche auf ein Drittel reduziert. Zu den Maßnahmen zählten neben Parkraumbewirtschaftung auch die Förderung von Fuß- und Radverkehr sowie ein 365-Euro-Jahresticket für den ÖPNV.